„Spurensuche“

Trailer Spurensuche

 

Die Tänzerin sucht Naturorte in ihrer Heimat Nordhessen auf, die sie inspirieren. Sie hält inne. Sie ist auf Spurensuche. Sie sucht in sich Wege, Schicht um Schicht die Potenziale menschlicher Wahrnehmung freizulegen, welche durch Jahrtausende kultureller Prägung überlagert sind. Hierin versteht sie sich als in Evolution begriffene Spezies im kontinuierlichen Austausch mit der sie umgebenden und ihre Erfahrung einbettenden Umwelt. Sie widmet sich der Fähigkeit, Aufmerksamkeit bewusst auf bestimmte Prozesse zu lenken. Die hierbei entstandene Dokumentation ist der Versuch, den sinnlichen Kontakt mit dem Lebendigen ausgehend vom eigenen Erleben der Tänzerin widerzuspiegeln.

Katja-Bahini legte in ihrer bisherigen Arbeit den Fokus auf die Tanzform Contact Improvisation, welche im Körperkontakt mit anderen Personen in einem Wechselspiel von Geben und Nehmen von Gewicht praktiziert wird. Durch die Kontakt- und Reiseeinschränkungen seit 2020 war sie inspiriert, ihre Praxis auf die Strukturen und Landschaft, in der sie lebt, auszuweiten. Die mit den Einschränkungen einhergehende zunehmende Digitalisierung verstärkt die Tendenz, menschliche Aufmerksamkeit in virtuellen Räumen des Erlebens zu binden. Die Tänzerin möchte durch ihre Praxis dieser Tendenz den unmittelbaren sinnlichen Kontakt mit dem Lebendigen entgegensetzen. Die Dokumentation bietet ein Arbeitszeugnis, welches Interessierten an den regionalen Tanz- und Wanderangeboten „Wildnistanz- auf den Spuren deiner Wildnatur“, sowie der „Waldfrauenzeit“ Anhaltspunkte des Erfahrbaren bietet.

Tanz: Katja-Bahini Mangold
Film: Julian Dollichon, Miriam Fassbender
Assistenz: Armin Dörr
externe künstlerische Beratung: Marie Meister
Schnitt: Katja-Bahini Mangold
technischer Support & Beratung: Barack Ben Dov

Dieses Projekt wurde gefördert durch ein Brückenstipendium der Hessischen Kulturstiftung im Rahmen des „Kulturpaket II: Perspektiven öffnen, Vielfalt sichern“